Einige zu berücksichtigende Aspekte im präventiven

Umgang mit Antisemitismus

Frau Michelsohn

Laut Frau Michelsohn sei der Antisemitismus oftmals weiterverbreitet wie dargestellt. Es gäbe deshalb keinen Grund der Annahme dass Antisemitismus in den letzten 80 Jahren abgenommen hätte.

Auch in Besuch auf das menschliche Miteinander, stellte Frau Michelsohn einige zu berücksichtigende Aspekte im präventiven Umgang mit Antisemitismus vor:

  1. Der zu führende Dialog muss ohne Moralbegriffe wie Schuld auskommen. „Miteinander reden, sich gegenseitig kennenlernen, austauschen, aber auch Unterschiede akzeptieren. Empathie und Wertschätzung müssen den Dialog kennzeichnen.
  2. Die Verantwortung des Einzelnen muss hervorgehoben werden, denn das Schwei- gen und Wegschauen können fatale Folgen haben. Das Land NRW hat beispielswei- ses einen Antisemitismusbeauftragten eingerichtet.
  3. Wir bauchen eine Arbeitsgrundlage für das Erkennen von Antisemitismus.

Laut Frau Michelsohn ist Antisemitismus aufgrund von drei Ebenen wie folgt definiert:

  1. Feindschaft gegen Juden, weil sie Juden sind
  2. Antisemitismus hat unterschiedliche Artikulationsformen, von inneren Einstellungen zum Stammtisch- gerede, von sozialer Ausgrenzung bis zu politischen Forderungen, von Straftaten bis hin zu Auschwitz, wobei Auschwitz einen historischen Exzess darstelle. 
  3. Der Antisemitismus auch Antijudaismus genannt, hat unterschiedliche Begründungsformen.
  • Religiöses Antisemitismus
  • Soziale Antisemitismus
  • Politische Antisemitismus
  • Nationalzistische Antisemitismus Rassistische Antisemitismus
  • Sekundäre Antisemitismus bis zu 50 % aller Deutschen meinen, dass Israel mit den Palästinensern das Gleiche mache wie die Nazis früher mit den Juden. Sie betone allerdings, dass ihrer Meinung nach der Mord an über 6 Millionen Juden in Europa Frauen, Männer und Kinder nicht vergleichbar sei.
  • Antizionistische Antisemitismus

 

Frau Irith Michelsohn schloss ihren Fachvortrag mit unterschiedlichen Diskriminierungserfahrungen, die jüdische Kinder und Erwachsene gleichermaßen in unterschiedlichen Sozialräumen wie Schule gemacht haben.

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