„Vielfalt zum Anfassen – SchülerInnen gegen Antisemitismus“

Thesenpapier Antisemitismus

Respekt gegenüber anderen Religionen

Muslime sind dazu verpflichtet, andere Religionen zu respektieren. Dies kann durch die folgenden beiden Aayaat belegt werden:

„Verunglimpft nicht das, an das sie anstelle von ALLAAH Bittgebete richten, damit sie ALLAAH nicht verunglimpfen, in übertretender Weise aus Unwissenheit! Solcherart ließen WIR jeder Gemeinschaft ihr Handeln schön erscheinen, doch ihre Umkehr wird dann zu ihrem HERRN sein, dann setzt ER sie in Kenntnis über das, was sie zu tun pflegten.“
(Quraan 6:108)

„Ihr, die den Iimaaniv verinnerlicht habt! Es sollen weder Männer sich lustig über andere Männer machen – vielleicht sind sie besser als sie, noch Frauen über andere Frauen – vielleicht sind sie besser als sie. Und macht euch nicht gegenseitig schlecht und gebt euch keine Schimpfnamen! Erbärmlich ist der böse Name nach dem Iimaan. Und wer nicht bereut, so sind diese die Unrechthandelnden.“ (Quraan 49:11)

„Die Barmherzigen, Der Gnadende ist mit ihnen gnädig. Seid barmherzig gegenüber allen Geschöpfen, so wird Der Herrscher der Himmel mit euch gnädig sein.“ (Abu-daawuud Sulaimaan Bnul-asch’ath As-sidschistaaniy, Sunan Abi-daawuud, Daarur-risaalatuil-’aalimiyyah
(Beirut 2009), 1. Auflage, B. 7, S. 297, H4941)

Literaturverzeichnis:

  • Amir M. A. Zaidan, At-tafsiir; Der Quraan-Text und seine Transkription und Übersetzung, Islamologisches Institut (Wien 2009)
  • Amir M. A. Zaidan, Kerim Edipoglu, Abdurrahman M. Reidegeld, At-taariichul-islamiiy: Einführung in die islamische Geschichte, Islamologisches Institut (Wien 2012)
  • Abu-‘iisa Muhammad Bnu-‘iisa At-tirmidhiy, Al-dschaami‘ul-kabiir, Daarul-gharbil-islaamiy (Beirut 1996), 1. Auflage
  • Abu-daawuud Sulaimaan Bnul-asch’ath As-sidschistaaniy, Sunan Abi-daawuud, Daarur risaalatuil- ’aalimiyyah (Beirut 2009), 1. Auflage
  • Prof. Dr. Muhammad Hamidullah, Der Islam: Geschichte, Religion, Kultur, Türkiye Diyanet Vakfi (Ankara 2005), 6. Auflage
  • Ibn-hischaam, As-siiratun-nabawiyyah, Daarul-kiitaabil- ’arabiy (Beirut 1990), 3. Auflage
  • Ahmad bin Hanbal, Musnad Ahmad, Muassasatur-risaalah (Beirut 1998), 1. Auflage

Fußnoten:

i Aayah: Aayaat (Plural): Ist eine Einheit im Quraan. Eine Suurah (Kapitel) besteht aus mehreren Aayaat.
ii sallal-laahu ‘alaihi wa sallam: Ist ein spezielles Bittgebet für den Propheten Muhammad; zu Deutsch – Möge ALLAAH ihn segnen und Frieden zuteilwerden lassen.
iii Taqwah: Bezieht sich auf das Vermeiden von allen Verfehlungen, die sowohl im Diesseits als auch im Jenseits unerwünschte Folgen nach sich ziehen
iv Iimaan: Der Begriff Iimaan, der in der deutschsprachigen Literatur üblicherweise mit dem Begriff „Glaube“ im Sinne von „an etwas glauben bzw. vertrauen“ übersetzt wird, bedeutet im Arabischen wortwörtlich „Glauben bzw. Vertrauen“ im Sinne von „jemandem wegen seiner Wahrhaftigkeit glauben bzw. vertrauen, jemanden wegen seiner Wahrhaftigkeit bestätigen oder etwas wegen seiner Richtigkeit annehmen und als wahr verinnerlichen“.
v Muusa: Der Prophet Moses.
vi Ummah: (Plural Umam) Ummah bedeutet „homogene Gemeinschaft“, „homogene Wir-Gruppe“, „Diin, Lebensweise“, „eine bestimmte Zeit“
vii Maula: Maula leitet sich von wal-u „die Nähe“ ab. Maula hat je nach Zusammenhang verschiedene Bedeutungen: der Ex-Herr eines Ex-Sklaven, der Ex-Sklave, der Cousin, der Beistehende, der Nachbar, der Verbündete, der Waltende, der Verantwortliche.
viii radiyal-laahu ‘anhu: Ist ein spezielles Bittgebet für einen Gefährten des Propheten Muhammad (sallal-laahu ‘alaihi wa sallam); zu Deutsch – Möge ALLAAH mit ihm zufrieden sein.

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